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Trennungsangst Schule

Trennungsangst Schule

Mama1985 14.01.2026 15:33
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Beitrag des Themenerstellers:

Hallo zusammen,

ich hoffe, ich bin hier richtig und vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir einen Rat geben.


Unsere Tochter wurde vor fast fünf Monaten eingeschult. Sie ist mit fünf Jahren eingeschult worden, weil sie ein Septemberkind ist und bei uns ist es so geregelt, dass alle Kinder, die bis zum 30. September Geburtstag haben, eingeschult werden müssen.

Ehrlich gesagt habe ich inzwischen immer mehr das Gefühl, dass das für sie vielleicht einfach zu früh war. Sie hat sich lange darauf gefreut und den ersten Tag auch richtig gut gemeistert. Aber sobald der „richtige Alltag“ losging, entwickelte sie eine sehr starke Trennungsangst.


Seitdem ist jeder Morgen ein großer Kampf.

Aktuell ist es so, dass ich sie jeden Tag bis in die Klasse hinein begleiten muss. Ich versuche es oft so, dass ich nur bis zur Tür gehe und sie dann alleine reingehen soll, aber das schafft sie nicht. Sobald ich sie ermutige, bricht sie in Tränen aus, klammert sich fest an mich und gerät regelrecht in Panik. Am Ende muss ich doch mit hinein. Dann zieht die Lehrerin sie von mir weg, während meine Tochter stark weint, und ich gehe. Mir wird von der Schule gesagt, sie müsse das jetzt „langsam lernen“, alleine zu gehen aber ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich das schaffen soll, ohne dass es jeden Morgen eskaliert.


Wir haben schon vieles probiert: Belohnungen (Extra-Sachen, wenn sie es schafft), aber auch strengere Konsequenzen (schimpfen, etwas wegnehmen). Beides hat nicht funktioniert. Mein Mann und ich waren auch schon bei einer Kinderpsychologin zur Beratung (ohne unsere Tochter), und dort hieß es, wir sollten ihr „Brücken bauen“. Wir haben es wirklich versucht, aber auch das scheint nicht zu greifen.


Ich habe außerdem eine Belohnungstafel/ eine Art Visionboard eingeführt: Wenn sie es dreimal in der Woche schafft, alleine reinzugehen, gibt es Familien-Extrazeit (z. B. Schwimmbad oder Kino). Trotzdem geht sie nicht alleine rein.

Vielleicht ist noch wichtig als Hintergrund: Letztes Jahr ist bei uns noch ein Baby geboren, und wir sind außerdem umgezogen. Unsere Tochter ist dadurch ohne ihre Kindergartenfreunde in eine komplett neue Schule gekommen und kannte dort niemanden. Ich frage mich, ob das alles zusammen einfach zu viel war und ob das frühe Einschulungsalter zusätzlich eine Rolle spielt.


Einmal haben wir sogar auf Vorschlag der Lehrerin auf dem Schulhof bis nach 8 Uhr gewartet, weil die Idee war, dass sie vielleicht reingeht, wenn der Unterricht schon angefangen hat und sie merkt, dass sie fehlt. Das hat es aber eher verschlimmert: Sie ist in Panik verfallen und hat ganz schrecklich geweint.

Von der Lehrerin bekomme ich immerhin das Feedback, dass es „nur“ der Übergang ist und sie nach einigen Minuten ruhig wird, sobald ich weg bin. Aber dieser Übergang ist jeden Morgen so heftig, dass ich inzwischen wirklich verzweifelt bin.


Ich habe das Gefühl, ich drehe mich im Kreis: Sie leidet, ich leide, und trotzdem ändert sich nichts.


Hat jemand von euch das schon erlebt? Was hat euch geholfen? Wie kann man so einen Übergang auf eine Weise begleiten, die das Kind nicht überfordert aber trotzdem Richtung Selbstständigkeit führt?


Vielen Dank fürs Lesen.


Liebe Grüße Anna